Die Nachkriegsjahre im Sauerland - Bestseller-Autor Peter Prange liest im Blauen Haus

ARD verfilmt den Roman mit Katja Riemann

Peter Prange
Peter Prange
Pressemeldung vom 08.04.2019

Hochsauerlandkreis


Die Idee zum Roman kam Peter Prange („Unsere wunderbaren Jahre“) an einer Supermarktkasse kurz nach dem Wechsel zum Euro. Kein Wunder also, dass der Roman nach dem 20. Juni 1948 spielt – dem Tag an dem die D-Mark eingeführt wurde. Doch es sollten noch einige Jahre verstreichen, bis Prange sich endgültig dem Schaffen dieses Werkes widmen sollte. „Ich wollte immer mal eine Geschichte aus Altena schreiben“, so Prange. Da die Rohlinge der D-Mark in Altena geprägt wurden, lag es wohl nahe, die Geschichte in die Nachkriegszeit zu verlegen. Mit der neuen Währung kam auch die Aufbruchstimmung ins Sauerland.


Seit Anfang April 2019 wird „Unsere wunderbaren Jahre“ für die ARD in drei Teilen verfilmt. Der größte Teil der Dreharbeiten findet in Tschechien statt. Außerdem werden einige Aufnahmen in Altena und im Sauerland aufgezeichnet. Mit Katja Riemann ist die Verfilmung hochklassig besetzt.


Die Vorstellung und Lesung am Sonntag in Arnsberg  hat aufgrund dieser Vorgeschichte viel Resonanz. Im Saal des Blauen Hauses in Arnsberg füllen sich die Plätze. In dem weiß-blauen Raum unter den Dachschrägen stehen schwarze Stühle in dichten Reihen. Über siebzig Gäste warten gespannt, dass es losgeht. Und dann erscheint auch schon der Mann des Nachmittags – Peter Prange, der Bestseller-Autor. In einem hellgrauen Anzug betritt der 63-Jährige den Saal und geht zielstrebig zum Rednerpult. Nachdem kurz die stellv. Museumsleiterin, Dr. Ulrike Schowe, einleitende Worte gesprochen hat, beginnt die Show.


Das Publikum ist begeistert. Schallendes Gelächter hallt durch den Raum. Prange erzählt Anekdoten aus und über sein Leben. „Ich wohne seit über 20 Jahren in Tübingen. Da unten in Süddeutschland da scheint ja ständig die Sonne. Hier im Sauerland gibt es wenigstens auch Regen“, sprudelt es aus Prange heraus. An diesem Sonntagnachmittag scheint draußen die Sonne.


Prange erzählt Geschichten aus seiner Familie, die wesentlich den Roman „Unsere wunderbaren Jahre“ geprägt haben. Er erzählt von der Tante mit unehelichem Kind in der Nachkriegszeit und den Liebesbriefen seiner Eltern. „Jede Szene und Figur ist durchtränkt vom wirklichen Leben“, sagt Prange. Seine Eltern hatten ein Bettengeschäft, in dem er auch immer ausgeholfen habe. In dieser Zeit habe er auch Matratzen in die Sauerländer Schlafzimmer geliefert. Bereits dort hätte er die interessantesten Lebensgeschichten gehört. Dort lägen die Wurzeln seiner Geschichten.


Der Autor liest nicht nur aus den Anfangskapiteln seines Romans. Er entwickelt die Geschichte durch pointen-reiches Erzählen. Außerdem singt der die musikalischen Stellen, die damaligen Schlager – sehr zum Vergnügen des Publikums. Am Ende der Lesung verlassen heitere Gesichter das Blaue Haus vom Sauerland-Museum.


 

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