Sprengstoffwesen

Herstellung von Munition

Wer im privaten Bereich nach § 27 Sprengstoffgesetz (SprengG) explosionsgefährliche Stoffe erwerben oder mit explosionsgefährlichen Stoffen umgehen will, benötigt eine Erlaubnis. Diese ist für jeden erforderlich, der Patronen wiederlädt, dem Vorderladerschießen nachgeht oder als Böllerschütze zu traditionellen Anlässen tätig ist.

Voraussetzung für die Erteilung ist die Vollendung des 21. Lebensjahres und der Besuch eines staatlich anerkannten Lehrgangs nach § 32 der 1.Verordnung zum Sprengstoffgesetz. Außerdem muss für die beabsichtigte Tätigkeit ein Bedürfnis bestehen. Dies wird nachgewiesen durch die Mitgliedschaft in einem entsprechenden Verein, bzw. beim Wiederladen auch durch einen gültigen Jahresjagdschein.

 

Kanone

Erteilung der Erlaubnis

Die Erlaubnis muß beantragt werden. Das Antragsformular steht als Download zur Verfügung oder kann über die unten genannte Telefonnummer angefordert werden. Verlängerung der Geltungsdauer von Erlaubnissen nach § 27 SprengG Eine Erlaubnis nach § 27 SprengG läuft nach 5 Jahren ab. Sie kann dann im Bedarfsfalle für weitere 5 Jahre verlängert werden. Hierfür wird der Erlaubnisinhaber einer Zuverlässigkeitsüberprüfung unterzogen. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass weiterhin ein Bedürfnis für die Erlaubnis besteht. Die Verlängerung muss vor Ablauf der Erlaubnis beantragt werden, da andernfalls nur eine Neuerteilung der Erlaubnis möglich ist.

Vorderladerpistole

Erteilung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen

Zum Besuch eines Lehrgangs zur Erlangung der Fachkunde ist die Vorlage einer Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich. Diese Unbedenklichkeitsbescheinigung ist für 1 Jahr gültig. Das Antragsformular steht als Download zur Verfügung oder kann über die genannte Telefonnummer angefordert werden.

Sicherheitsregeln für Böllerschützen

  • Sicherheitsregeln
    Veröffentlichung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Neue Kennzeichnung von Aufbewahrungsbehältnissen

Hinweis:

Die vorgeschriebene Kennzeichnung (Gefahrenpiktogramm nach CLP Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 in Verbindung mit SprengTR100 - Kennzeichnung) muss deutlich sichtbar, leicht lesbar und dauerhaft am Aufbewahrungsbehältnis angebracht sein.

Aufkleber für die Kennzeichnung der Aufbewahrung von Explosionsstoffen und Gegenständen mit Explosivstoff (Treibladungspulver) können bei Bedarf kostenlos per Email werner.preugschas@hochsauerlandkreis.de angefordert werden.

Kosten

  • Gebühr gemäß der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung NRW (AVerwGebO NRW) für die Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung nach § 34 Absatz 2 1. SprengV 40 ¤.

    Zusätzliche Gebühr für die Zuverlässigkeitsüberprüfung in Höhe von 30 ¤ bis 250 ¤.

    Die Gesamtgebühr beträgt 100 ¤.
  • Gebühr gemäß AVerwGebO NRW für die Erteilung einer Erlaubnis nach § 27 Abs. 1 SprengG in Höhe von 50 ¤ - 150 ¤.

    Zusätzliche Gebühr für die Zuverlässigkeitsüberprüfung in Höhe von ¤ 30 bis 250.

    Liegt eine aktuelle Zuverlässigkeitsüberprüfung vor (nicht älter als ein Jahr) beträgt die Gesamtgebühr gemäß AVerwGebO NRW 50 ¤. Sonst wird eine Gebühr in Höhe von 150 ¤ fällig.
  • Gebühr gemäß AVerwGebO NRW für die Verlängerung der Geltungsdauer einer Erlaubnis nach § 27 Abs. 1 SprengG in Höhe von 40 ¤.

    Zusätzliche Gebühr für die Zuverlässigkeitsüberprüfung in Höhe von 30 ¤ bis 250 ¤.

    Die Gesamtgebühr beträgt 100 ¤.

Ansprechperson

0291 / 94-1367